Pferde gesund ernaehren - 5 Tipps zur einfachen Umsetzung

Foto: Allyson Kitts - Fotolia.de

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Pressemitteilung - Mai 7, 2015: Ein gesundes und langes Pferdeleben hängt von verschiedenen Faktoren, hauptsaechlich aber von einer artgerechten und ausgewogenen Ernaehrung ab. Denn mit der Fuetterung legen Sie einen Grundstein für ein starkes Immunsystem und eine gute Verstoffwechselung, die gesunde Verdauung und die Vermeidung ernaehrungsbedingter Maengel und Erkrankungen. So wichtig wie die Ernaehrung beim Pferd ist, verwundert es nicht, dass die Fuetterung beinahe zu einer Wissenschaft wird. Mit diesen Tipps sorgen Sie für eine ausgewogene und der Gesundheit dienlichen Ernaehrung und bieten dem Tier nur das Beste, damit die Versorgung mit wichtigen Naehrstoffen, Vitaminen und Spurenelementen, sowie die optimale Verdauung das Wohlbefinden steigern.

Wissenswertes zu den Futterarten

Beim Pferdefutter unterscheiden Sie zwischen Frischfutter, wozu Obst und Gemüse und Gras, sowie Wiesenkräuter gehören. Die Basis der Pferdeernährung ist Raufutter, zu dem Heu und Stroh zählen. Last but not least gibt es das Kraftfutter, dass vor allem in der kalten Jahreszeit als Beifutter angeboten werden sollte. Getreide und Pellets, verschiedene Müslis mit einem hohen Haferanteil sorgen für Energie und sind ein Pferdefutter für natürlicher Magenschutz. Beim Frischfutter sind vor allem Karotten und Äpfel sehr beliebt. Auch die Gabe von Birnen hat sich etabliert, sollte aber, ebenso wie die Fütterung von Salaten, nicht übertrieben und bei magenempfindlichen oder zu Durchfall neigenden Pferden gänzlich unterlassen werden. Im Sommer stellen Sie Ihr Pferd auf eine kräuterreiche Wiese und beugen mit dieser natürlichen Ernährung jeglicher Fehlfütterung vor. Eiweißarm kommt Stroh und verfügt über einen hohen Anteil an Raufasern, die Problemen mit dem Stoffwechsel vorbeugen. Auch beim Heu wählen Sie ein Raufutter, dass gleichermaßen als Stalleinstreu, wie auch zur Fütterung in Frage kommt. Mit einer Gabe von Leinsamen oder Leinöl können Sie den Fellwechsel begünstigen und ein energiereiches Beifutter wählen. Achten Sie auf geringe Mengen, da das Öl in zu hoher Gabe zu Durchfall führen oder die Verdauung generell stören könnte.

Der Einfluss vom Fressverhalten auf die Gesundheit

Die Kenntnis zu den Fressgewohnheiten sind ein äußerst wichtiges Kriterium zur Gesunderhaltung der Tiere. Denn wer sein Pferd kennt und weiß, wie es frisst, wird an einer Änderung im Fressverhalten sofort bemerken, ob dem Tier etwas fehlt. Bei geringer als gewohnter Nahrungsaufnahme, mit oder ohne einhergehendem Speichelfluss kann ein Zahnproblem die Ursache sein. Zum Beispiel wird Ihnen auffallen, wenn Ihr Pferd bisher jeden Trog bis auf den letzten Krümel geleert hat und auf einmal Futterreste übrig bleiben. Sie müssen nicht unruhig werden, wenn ein Tier generell einen Rest im Trog belässt. Diesen entnehmen Sie vor der nächsten Fütterung und reinigen den Trog. Aber auch wenn Ihr Pferd schlingt, sollten Sie dessen Fressgewohnheiten mit Argusaugen überwachen und prüfen, ob dies zum Beispiel eine Begleiterscheinung von Stress ist und das Tier unter einer starken nervösen Anspannung steht. Eine Änderung der Fressgewohnheiten ist bei Pferden ein sicheres Indiz dafür, dass Sie noch aufmerksamer sein und so eine Früherkennung eventueller Erkrankungen oder Probleme begünstigen müssen.

Geben Sie kleine Portionen über den Tag verteilt

Sie können es sich zwar einfach machen und Ihrem Pferd ein- oder zweimal am Tag einen großen Trog voll Futter hinstellen, leisten damit aber keinen Beitrag zur Gesundheit und optimalen Verdauung. Bei einer zu großen Futtermenge kann es sein, dass das Pferd den Trog mit einem Mal leert und auf die Übermenge an Nahrung mit Verdauungsproblemen, Durchfall oder Koliken reagiert. Gleiches geschieht, wenn mehrere Stunden lang kein Heu oder Stroh zur Verfügung steht. Raufutter geben Sie in größeren Mengen, bei Frisch- und Kraftfutter wählen Sie kleine Portionen und füttern bevorzugt mehrmals täglich. Ein gesundes, ausgeglichenes Pferd teilt sich sein Futter ein und zieht es vor, von Natur aus mehrere kleine Portionen am Tag zu verzehren. Planen Sie einen Ausritt mit dem Pferd, geben Sie direkt vor und nach dem Ritt kein Kraftfutter. Da das energiereiche Futter schwerer verdaulich ist als Heu oder Stroh, könnte es bei einer zu starken Anstrengung beim Ritt zu schweren Koliken führen. Wenn Sie vom Ausritt nach Hause kommen, muss das Pferd sich vor einem schwer im Magen liegenden Futter erholen, wodurch auch hier zuerst die Gabe von Raufutter angeraten ist. Frisches Wasser muss natürlich rund um die Uhr bereitstehen.

Fakten zur Futterumstellung

Wechseln Sie das Futter, müssen Sie dabei mit besonderer Obacht ans Werk gehen. Eine abrupte Futterumstellung kann Ihrem Pferd schaden und führt in der Regel zu Problemen bei der Verdauung. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

- mischen Sie das neue Futter dem bisherigen Futter unter
- geben Sie anfangs kleine Mengen und kontrollieren die Verträglichkeit
- erhöhen Sie die tägliche Menge des neuen Futters und verringern das bisherige Futtermittel in der Menge.

Nicht nur beim Kraftfutter, sondern auch bei jeglicher Zusatznahrung ist besondere Vorsicht geboten. Hochwertige Vitamine und Mineralstoffe sollten immer der Leistung Ihres Pferdes angepasst sein, da es bei einer zu hohen Gabe von Zusatzfutter schnell zu Übergewicht und ernährungsbedingten Verdauungsstörungen kommen kann.

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